Neovas unternehmensgeschichte

Neova entstammt den zwei Unternehmen Råsjö Torv mit Sitz in Hudiksvall und SÅBI mit Sitz in Jönköping, deren Wurzeln in der schwedischen Landwirtschaft und südschwedischen Sägeindustrie liegen.

 
Råsjö Torv kaufte zum Jahreswechsel 2004 den Pellet Hersteller SÅBI und bildete mit ihm ein gemeinsames Unternehmen. Mit dem gemeinsamen Markennamen Neova verschmolzen die beiden Firmen dann im August 2006 noch stärker. Im November 2007 erwarb Vattenfall 18 Wärmekraftwerke und acht Fernwärmenetze und ergänzte sein Kraftwerksportfolio schließlich um die Fernwärmeanlagen Kramfors und Billesholm. Im Rahmen dieser Erweiterung der Geschäftstätigkeit wurde Neova zum Lieferanten der gesamten Holzbrennstoffe. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

 
Schon seit Menschengedenken ist der Torfabbau Teil der schwedischen Landwirtschaft. Doch erst 1980 erkannten die Behörden, dass der heimische Energieträger Torf dazu geeignet war, importierte fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdöl zu ersetzen. Als Folge stieg die Nachfrage nach Torf, und zu Beginn der 1980er-Jahre gründete Olle Råbom schließlich Råsjö Torv i Hudiksvall – ganz im Einklang mit der damaligen Energiepolitik.

 
1964 wurde die Interessenorganisation SÅBI gegründet, die sich für einen Zusammenschluss von südschwedischen Sägewerken einsetzte. Ziel war es, sowohl gemeinsame Interessen zu vertreten, als auch Holznebenprodukte zu vermarkten und zu verkaufen. SÅBI wurde später in ein Unternehmen umgewandelt, das in den Bereichen Produktion, Vermarktung und Verkauf von Holzbrennstoffen tätig war. Zu Beginn ging es dabei um Hackschnitzel für die Massenindustrie, doch in den 1970er-Jahren erkannte man, dass die Zukunft in Holzbrennstoffen und hier vor allem in Holzpellets lag.

Agroenergi lantmännens unternehmensgeschichte

Agroenergi Lantmännen ist aus der SBE Svensk BrikettEnergi AB entstanden, die der Kinnarps AB und Jarl Mared gehörte. SBE Svensk BrikettEnergi war damals der größte schwedische Hersteller von veredelten Holzbrennstoffen in Form von Pellets, Briketts und Holzmehl mit insgesamt sieben Produktionswerken in Schweden und einem in Lettland. Schon seit seinen Anfängen lieferte SBE Svensk BrikettEnergi bahnbrechende Arbeit und war führend in seiner Branche. 1983 baute und betrieb SBE als erstes schwedisches Privatunternehmen ein Fernwärmewerk.

 
bis zur Übernahme des Unternehmens durch den Lantmännen-Konzern, der Geburtsstunde von Lantmännen Agroenergi. In der Geschichte von Lantmännen ging es stets um die Herstellungskette vom Erzeuger bis zum Verbraucher. Die schwedische Agrarbewegung hat eine lange Tradition der Zusammenarbeit in Kooperativen und schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildeten sich landwirtschaftliche Vereinigungen. Die frühen Vereine wollten vor allem die Qualitätskontrollen verbessern, die Einkaufspreise und Transportkosten senken und für die Bauern bessere Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch schaffen. Zuerst bildeten sich Vereinigungen nur auf lokaler Ebene, doch schon bald waren größere Zusammenschlüsse von Handelspartnern vonnöten. Deshalb schloss man sich auf Provinzebene in Regionalverbänden zusammen.

 
Lantmännen Agroenergi gehört zum Geschäftsbereich Energie des Lantmännen-Konzerns, in dem alle Unternehmen von Lantmännen zusammengefasst sind, die in der Energiebranche tätig sind. Wir produzieren und vertreiben veredelte Holzbrennstoffe wie Wärmepellets, Briketts und Holzmehl unter dem Markennamen Agrol. Das Unternehmen betreibt 16 kleinere Wärmekraftwerke, in denen über 90 Prozent der Wärme aus Biobrennstoffen und Abwärme erzeugt werden. Die Kraftwerke Norberg/Insjön, Malmbäck, Ulricehamn in Schweden und Talsi in Lettland bilden zusammen ein konkurrenzfähiges Unternehmen.